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    Prostatakrebs (PCa) ist der häufigste Krebs bei Männern. In den meisten Fällen verursacht er keine Symptome. Nur bei einer Minderzahl von Betroffenen schreitet er schnell voran und ist potentiell tödlich. Diese Männer müssen entdeckt werden, bevor der Krebs sich über die Prostata hinaus ausbreitet, denn nur dann ist er heilbar. Eine Prostatabiopsie (Entnahme von Gewebeproben) ist  bisher die einzige Möglichkeit, bei Krebsverdacht die Diagnose zu sichern und gleichzeitig zu beurteilen, welches Gefahrenpotential von diesem Krebs ausgeht. Gegenwärtig werden zwei Untersuchungen dazu herangezogen, ob eine Biopsie notwendig ist: (1) Ein  Blutwert, nämlich das Prostata-spezifische Antigen (PSA), und (2) die digitale rektale Untersuchung (DRU: Tastuntersuchung der Prostata vom Enddarm aus). Ein PSA-Wert unter dem altersspezifischen Referenzwert (von 2,5-6,5 ng/mL) wird üblicherweise als Grenzwert herangezogen, ob eine Biopsie notwendig ist oder nicht. Leider kann der PSA-Wert oft nicht genau vorhersagen, ob wirklich ein Krebs hinter einer Erhöhung steckt, denn auch gutartige Prostataerkrankungen können zu einer Erhöhung führen. Ist eine Biospie erstmal erfolgt und negativ (das heißt, ein PCa wurde nicht gefunden), ist dies nicht in jedem Fall beweisend dafür, dass kein Krebs in der Prostata vorhanden ist, denn die Biopsienadel könnte ihn verfehlt haben.

    Oft werden erneut Prostatabiopsien empfohlen und die Anzahl der Proben wird erhöht. Dies hat zwei unerwünschte Konsequenzen: Erstens kann eine Prostatabiopsie Schmerzen, Blutungen und Infektionen verursachen, zweitens, was noch wichtiger ist, kann die Durchführung vieler Biopsien auch sogenannte „indolente“ Karzinome sichtbar machen, die keine Behandlung erforderlich machen würden. Ideal wäre daher ein Test, mit dem solche unnötigen Biopsien vermieden werden könnten.

    Der Prostate Cancer-Gen-3 (PCA3)-Test ist ein neuer Gen-basierter Test, der Prostatazellen im Urin untersucht. Das PCA3 ist hochspezifisch für das PCa und zeigt folglich im Unterschied zum PSA-Test keine erhöhten Werte durch gutartige Prozesse wie eine gutartige Prostatavergrößerung oder eine Entzündung der Prostata. Wenn Sie sich wegen eines erhöhten PSA-Wertes Sorgen machen oder unsicher wegen einer früher durchgeführten (negativen) Biopsie sind, so kann der PCA3-Urintest zusätzliche Informationen liefern, die Ihnen und Ihrem Arzt bei der Entscheidung helfen, ob eine (neue) Biopsie wirklich nötig ist.

    Dieser Test ist nun in einigen europäischen Ländern wie Belgien, Deutschland, England, Frankreich, und den Niederlanden routinemäßig erhältlich; dort sind verschiedene Labors zur Durchführung dieses Tests zertifiziert.  Ebenso sind mehrere Labors in den USA  qualifiziert, diesen Test durchzuführen.

    Fragen & Antworten

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