Fragen und Antworten
Wäre der PCA3 Test eine Alternative bei Männern mit erhöhtem Prostata-spefizishes Antigen (PSA)-Wert, bei denen eine Prostatabiopsie vom Enddarm her bei künstlichem Darmausgang (Colostoma) unmöglich ist?
Zunächst einmal muß man feststellen, dass eine Prostatabiopsie bei diesen Männern vom Damm her erfolgen kann, genauso etwa wie bei einer Seedsimplantation (Brachytherapie) bei Prostatakrebs [1]. Vorher kann eine dynamische Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT) durchgeführt werden, um krebsverdächtige Stellen in der Prostata sichtbar zu machen, die dann gezielt biopsiert werden könnten.
Der Prostate CAncer Gen 3 (PCA3)-Test kann zusätzliche Informationen über die Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein von Prostatakrebs liefern. Allerdings kann bei diesen Männern eine standardisierte Probengewinnung durch 3-maliges massieren der Prostata auf jeder Seite im Rahmen der Tastuntersuchung ebenfalls nicht erfolgen. Man muss dann damit gerechnet werden, dass ein PCA3-Score nicht erhoben werden kann (da keine oder zuwenig Prostatazellen im Urin zu finden sind). Die Häufigkeit eines Testversagens bei korrekter Probengewinnung wird generell mit 1-2% angegeben. Sie steigt auf bis zu 30% an, wenn die zur Probengewinnung empfohlene Tastuntersuchung unterbleibt.
1.Merrick GS et al. Prostate cancer distribution in patients
diagnosed by transperineal template-guided saturation biopsy. Eur Urol.
2007 Sep;52(3):715-23.


