Fragen und Antworten

Wird der PCA3-Score durch die Urinmenge in der Probe beeinflusst?

Antwort von das PCA3-Expertengremium
Prof. Jack Schalken
30/11/2010

Der PCA3 Test wird mit einer Tastuntersuchung der Prostata begonnen (sog. digitorektale Untersuchung - DRE). Der Arzt streicht dabei mit dem Finger dreimal über jeden Prostatalappen. Danach wird man gebeten, eine Urinprobe abzugeben. Der Testhersteller empfiehlt das Auffangen der ersten 20-30mL Urin. Es hat auf das Testergebnis keinen Einfluss, ob kleinere oder größere Urinmengen aufgefangen werden. Dies wurde in einer kürzlich durchgeführten Untersuchung mit Urinmengen bis zu 120mL bestätigt [1]. Nachdem die Urinprobe abgegeben wurde, werden daraus 2,5mL in einem speziellen Teströhrchen zu einem für den PCA-3 Test zertifizierten Labor versandt (Teströhrchen können bei den entsprechenden Laboren s.auch PCA3 Performing Labs angefordert werden). Proben können in diesen Teströhrchen unter Raumtemperatur noch nach bis zu 5 Tagen analysiert werden. Das Labor schickt den Analysebericht dann zum einsenden Arzt.

1. Schilling D, et al. Interpretation of the Prostate Cancer Gene 3 in Reference to the Individual Clinical Background: Implications for Daily Practice. Urol Int 2010; 85:159-65